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Wissen zu Erbrecht
Nachlass regeln, ein Testament verstehen oder Ansprüche nach einem Todesfall klären: Wir helfen Ihnen, Vermögen, Verpflichtungen und familiäre Interessen geordnet zu betrachten.
Bei einer vorausschauenden Nachlassgestaltung stehen Ihre Ziele und die familiäre Situation am Anfang. Vorhandene Testamente, Erbverträge, Schenkungen und Gesellschaftsbeteiligungen gehören in denselben Überblick. Nach einem Todesfall ändern sich die Fragen: Wer kommt als Erbe in Betracht, welche Urkunden liegen vor und welche Verbindlichkeiten sind bekannt? Eine verständliche Bestandsaufnahme erleichtert es, Gestaltung, Abwicklung und Streit über einzelne Ansprüche zu unterscheiden.
Ein Vermögensverzeichnis sollte nicht nur Guthaben und Immobilien erfassen. Darlehen, Bürgschaften und andere Verpflichtungen können für die Bewertung des Nachlasses ebenso wichtig sein. Ist eine Ausschlagung zu erwägen, muss ihr Fristbeginn individuell geprüft werden. Die gesetzliche Frist beträgt grundsätzlich sechs Wochen; unter bestimmten Auslandsbezügen gilt eine längere Frist. Die erforderliche Form ist gesondert zu beachten. Eine bloße Mitteilung an andere Angehörige ersetzt die formgerechte Erklärung nicht.
Fragen, die bei der Einordnung helfen
- Geht es um Ihre eigene Nachlassplanung oder um einen bereits eingetretenen Erbfall?
- Welche letztwilligen Verfügungen und gerichtlichen Mitteilungen liegen vor?
- Sind Immobilien, Unternehmensanteile oder erhebliche Schulden betroffen?
Beiträge zu Erbrecht
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Erbrecht · 15.09.2026
Erbschaftsteuer trotz leerem Nachlass: Billigkeit im Einzelfall
Eine Erbschaft kann besteuert werden, obwohl der Erwerber wirtschaftlich leer ausgeht. Der BFH erläutert, wann persönliche Billigkeitsgründe gesondert zu prüfen sind.
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Erbrecht · 15.09.2026
Familienheim geerbt: Sechs Monate sind keine starre Einzugsfrist
Verzögerungen beim Einzug können die Steuerbefreiung für ein Familienheim gefährden. Der BFH erläutert die Bedeutung einer dokumentierten Einzugsabsicht und unvermeidbarer Hindernisse.
Beitrag lesenErbrecht · 14.09.2026
Haus in der Erbengemeinschaft: Nutzung, Kosten und Einigung
Ein Haus geerbt und unterschiedliche Vorstellungen? So bereiten Miterben Entscheidungen über Nutzung, Kosten, Bewertung und Verkauf vor.
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Passt Ihr Testament noch zu Ihrem Leben?
Neue Lebensumstände können eine bestehende Nachlassregelung verändern. Diese Fragen helfen bei der Bestandsaufnahme.
Beitrag lesenWichtige Begriffe im Lexikon
Ausschlagung
Die Ausschlagung einer Erbschaft erfordert eine frist- und formgerechte Erklärung. Grundsätzlich beträgt die Frist sechs Wochen; in bestimmten Auslandskonstellationen sechs Monate. Fristbeginn, bisheriges Verhalten und die Folgen für nachrückende Angehörige…
Begriff verstehenErbengemeinschaft
Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft. Der Nachlass steht ihnen gemeinschaftlich zu; der rechnerische Erbteil ordnet nicht automatisch einen bestimmten Gegenstand zu. Verwaltung, Nutzung und Verteilung müssen nach den gesetzlichen Regeln und möglichen…
Begriff verstehenErbschein
Der Erbschein ist ein gerichtliches Zeugnis über das Erbrecht und gegebenenfalls die Größe des Erbteils. Er dient dem Nachweis gegenüber Dritten. Ob er für eine bestimmte Handlung tatsächlich benötigt wird oder ein anderer geeigneter Nachweis ausreicht, ist…
Begriff verstehenPflichtteil
Der Pflichtteil ist grundsätzlich ein Geldanspruch bestimmter naher Angehöriger, die durch eine Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Er macht den Berechtigten nicht automatisch zum Miterben. Anspruch und Höhe hängen von den…
Begriff verstehenTestamentsvollstreckung
Eine Testamentsvollstreckung kann dazu dienen, testamentarische Anordnungen umzusetzen oder einen Nachlass im vorgesehenen Umfang zu verwalten. Aufgaben und Befugnisse richten sich nach der Verfügung und den gesetzlichen Regeln. Die eingesetzte Person wird…
Begriff verstehenVermächtnis
Durch ein Vermächtnis kann jemand einen Vermögensvorteil erhalten, ohne als Erbe eingesetzt zu werden. Typischerweise geht es um einen Anspruch gegen den mit dem Vermächtnis Beschwerten. Das kann beispielsweise einen bestimmten Gegenstand oder einen…
Begriff verstehenWenn aus Orientierung eine konkrete Frage wird
Die nächsten Schritte richten sich danach, ob Informationen fehlen, eine gemeinsame Lösung vorbereitet oder ein Anspruch rechtlich verfolgt werden soll. Bei einer Erbengemeinschaft ist zwischen Verwaltung und endgültiger Auseinandersetzung zu unterscheiden. Pflichtteilsfragen verlangen außerdem eine klare Zuordnung der Beteiligten und der benötigten Auskünfte. Besprechen Sie vor Veränderungen am Nachlass, welche Folgen Ihr Handeln haben kann.
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