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Wissen zu Insolvenzrecht
Unternehmenskrise, private Schulden oder offene Forderungen: Welche Schritte sinnvoll sind, hängt zunächst von Ihrer Rolle und der wirtschaftlichen Ausgangslage ab.
Insolvenzberatung beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Ein kurzfristiger Engpass ist rechtlich anders zu beurteilen als eine eingetretene Zahlungsunfähigkeit. Auch eine rechnerische Unterdeckung beantwortet die Frage nach einer insolvenzrechtlichen Überschuldung nicht allein. Geschäftsleiter sollten aktuelle Zahlen, Fälligkeiten und belastbare Finanzierungszusagen zusammenführen. Bei Anzeichen einer Insolvenzreife ist eine unverzügliche Prüfung erforderlich; die gesetzlichen Höchstfristen sind keine allgemeine Erlaubnis abzuwarten.
Für Privatpersonen stehen die Gläubigerübersicht, laufende Vollstreckungsmaßnahmen und das verfügbare Einkommen im Vordergrund. Eine außergerichtliche Einigung, ein Insolvenzverfahren und eine mögliche Restschuldbefreiung müssen anhand der persönlichen Voraussetzungen eingeordnet werden. Gläubiger brauchen dagegen eine Prüfung ihrer Forderung, vorhandener Sicherheiten und des konkreten Verfahrensstands. Eine Forderungsanmeldung und die Abwehr einer Insolvenzanfechtung sind verschiedene Aufgaben. Wer mehrere Rollen hat, sollte persönliche Bürgschaften und eine Beteiligung an der betroffenen Gesellschaft ausdrücklich ansprechen.
Fragen, die bei der Einordnung helfen
- Welche fälligen Zahlungen können gegenwärtig geleistet werden?
- Geht es um eigene Schulden, Geschäftsleiterpflichten oder Rechte eines Gläubigers?
- Welche Gerichtsentscheidungen, Pfändungen oder Rückzahlungsverlangen liegen bereits vor?
Beiträge zu Insolvenzrecht
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Insolvenzrecht · 15.09.2026
Wirecard: Welchen Rang haben Ansprüche von Aktionären?
Der BGH ordnet kapitalmarktrechtliche Schadensersatzansprüche von Aktionären im Insolvenzverfahren ein. Warum Forderungsgrund, Beteiligung und Rang sorgfältig getrennt werden müssen.
Beitrag lesenInsolvenzrecht · 15.09.2026
Zahlungsprobleme im Unternehmen: Welche Zahlen jetzt zählen
Kontostand, Fälligkeiten und Zahlungserwartungen: So bereiten Unternehmen die Prüfung ihrer Liquiditätslage nachvollziehbar vor.
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Insolvenzgeld: Was Arbeitnehmer bei ausbleibendem Lohn wissen sollten
Lohn bleibt aus? Anspruch, Antragsfrist und wichtige Unterlagen zum Insolvenzgeld – mit Hinweisen auf weitere arbeitsrechtliche Fragen.
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Lieferant insolvent: Verträge, Anzahlungen und Lieferungen prüfen
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Eigene Waren und Geräte beim insolventen Kunden: Rechte klären
Eigene Geräte oder Waren beim insolventen Kunden: Eigentum, Aussonderung und Sicherungsrechte unterscheiden und Nachweise zusammenstellen.
Beitrag lesenInsolvenzrecht · 15.09.2026
Insolvenzanfechtung: Wenn eine erhaltene Zahlung zurückgefordert wird
Die Insolvenzverwaltung fordert eine Zahlung zurück? Welche Unterlagen helfen und warum Anspruchsgrundlage und Frist geprüft werden sollten.
Beitrag lesenWichtige Begriffe im Lexikon
Absonderung
Absonderungsrechte können eine bevorzugte Befriedigung aus bestimmten Vermögensgegenständen ermöglichen. Sie kommen bei gesetzlich erfassten Sicherungsrechten in Betracht. Das bedeutet nicht, dass jeder als Sicherheit bezeichnete Vertrag automatisch eine…
Begriff verstehenAbsonderungsrecht
Ein Absonderungsrecht ermöglicht einem gesicherten Gläubiger eine bevorzugte Befriedigung aus dem Erlös bestimmter Vermögensgegenstände. Beispiele sind Grundpfandrechte oder Sicherungsübereignungen. Gesetzliche Kostenbeiträge und die Art der Verwertung sind…
Begriff verstehenAnfechtung von Rechtshandlungen
Die Insolvenzanfechtung ermöglicht es dem Verwalter, bestimmte Rechtshandlungen vor Verfahrenseröffnung rückgängig zu machen. Ziel ist es, eine Benachteiligung der Gläubiger auszugleichen – etwa, wenn kurz vor der Insolvenz noch schnell einzelne Gläubiger…
Begriff verstehenAussonderung
Aussonderung betrifft einen Gegenstand, der aufgrund eines dinglichen oder persönlichen Rechts nicht zur Insolvenzmasse gehört. Die berechtigte Person verlangt damit nicht lediglich eine anteilige Zahlung auf eine gewöhnliche Insolvenzforderung. Ob ein…
Begriff verstehenBetriebsfortführung im Insolvenzverfahren
Die Betriebsfortführung im Insolvenzverfahren ist oft der Schlüssel zur Sanierung. Statt den Geschäftsbetrieb sofort einzustellen, wird er unter Aufsicht des Insolvenzverwalters oder in Eigenverwaltung fortgeführt. So können Kundenbeziehungen stabilisiert,…
Begriff verstehenBetriebsübergang in der Insolvenz
Beim Betriebsübergang in der Insolvenz geht ein Unternehmen oder Teilbetrieb auf einen Erwerber über. Arbeitsverhältnisse, Rechte und Pflichten können dabei ganz oder teilweise mit übergehen. Diese Konstellation ist arbeitsrechtlich und haftungsrechtlich…
Begriff verstehenCashflow-Planung in der Krise
Eine detaillierte Cashflow-Planung ist in der Unternehmenskrise unverzichtbar. Sie zeigt, wann welche Mittel zufließen und welche Zahlungen zwingend geleistet werden müssen. Auf dieser Basis lässt sich erkennen, ob kurzfristig Zahlungsunfähigkeit droht und…
Begriff verstehenCorporate Restructuring im Insolvenzverfahren
Corporate Restructuring im Insolvenzverfahren nutzt bewusst die Instrumente der Insolvenzordnung, um ein Unternehmen umfassend neu aufzustellen. Schulden werden angepasst, Gesellschaftsstrukturen geordnet und operative Einheiten gestrafft. Im Mittelpunkt…
Begriff verstehenD&O-Haftung in der Unternehmenskrise
Die D&O-Haftung betrifft die persönliche Verantwortung von Geschäftsführern und Vorständen. In der Krise müssen Organe die Liquidität eng überwachen, Insolvenztatbestände prüfen und bei Eintritt der Insolvenzreife unverzüglich handeln. Unterlassen sie dies,…
Begriff verstehenDeckungsanfechtung
Die Deckungsanfechtung ermöglicht es dem Insolvenzverwalter, Zahlungen an Gläubiger rückgängig zu machen, die kurz vor dem Insolvenzantrag geleistet wurden. War der Schuldner bereits zahlungsunfähig und wusste der Gläubiger davon, ist die Anfechtungsgefahr…
Begriff verstehenEigenverwaltung nach der Insolvenzordnung
In der Eigenverwaltung bleibt die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis bei der Geschäftsleitung, während ein Sachwalter die Gläubigerinteressen überwacht. Das Verfahren nutzt die Erfahrung des Managements und ermöglicht schnelle Entscheidungen innerhalb eines…
Begriff verstehenEröffnungsbeschluss im Insolvenzverfahren
Mit dem Eröffnungsbeschluss stellt das Insolvenzgericht fest, dass die Voraussetzungen für das Verfahren vorliegen und ein Insolvenzverwalter bestellt wird. Ab diesem Zeitpunkt gelten die insolvenzrechtlichen Regeln vollständig; Einzelzwangsvollstreckungen…
Begriff verstehenForderungsanmeldung im Insolvenzverfahren
Gläubiger müssen ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden, um am Verfahren teilzunehmen. Die Anmeldung erfolgt mit Formular, Belegen und einer rechtlichen Einordnung, etwa ob es sich um eine einfache oder nachrangige Forderung handelt.
Begriff verstehenFortführungsprognose im Insolvenzrecht
Die Fortführungsprognose bewertet, ob ein Unternehmen im Prognosezeitraum voraussichtlich fortgeführt werden kann. Sie ist entscheidend für die Beurteilung der Überschuldung und damit für die Frage, ob ein Insolvenzantrag gestellt werden muss.
Begriff verstehenGeschäftsführerhaftung in der Insolvenzreife
Sobald ein Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist, befindet es sich in der Insolvenzreife. Der Geschäftsführer muss dann ohne schuldhaftes Zögern einen Insolvenzantrag stellen. Zahlt er trotzdem weiter „normal“ Rechnungen, drohen persönliche…
Begriff verstehenGläubigerausschuss
Der Gläubigerausschuss ist ein Gremium, das den Insolvenzverwalter überwacht und bei wichtigen Entscheidungen mitwirkt. Ihm gehören Vertreter verschiedener Gläubigergruppen an, etwa Banken, Lieferanten oder Arbeitnehmer.
Begriff verstehenHaftung des Insolvenzverwalters
Der Insolvenzverwalter haftet, wenn er seine Pflichten verletzt und dadurch der Masse oder einzelnen Beteiligten ein Schaden entsteht. Beispiele sind verspätete Verwertung von Vermögenswerten, Missachtung von Sicherungsrechten oder das Weiterführen eines…
Begriff verstehenHaftungsfallen für Gesellschafter
Auch Gesellschafter sind vor Haftungsrisiken nicht geschützt. In der Krise können unzulässige Ausschüttungen, überhöhte Entnahmen oder die Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen zu Anfechtung und Regress führen. Zudem wird genau geprüft, ob Gesellschafter…
Begriff verstehenInsolvenzantragspflicht
Bei den von § 15a InsO erfassten Rechtsträgern müssen die Verantwortlichen bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ohne schuldhaftes Zögern einen Insolvenzantrag stellen. Die gesetzlichen Höchstfristen betragen grundsätzlich drei Wochen bei…
Begriff verstehenInsolvenzgeld
Insolvenzgeld kann unter gesetzlichen Voraussetzungen ausgefallenes Arbeitsentgelt für einen begrenzten Zeitraum vor einem Insolvenzereignis absichern. Zuständig ist die Bundesagentur für Arbeit. Der maßgebliche Zeitraum, die Anspruchsvoraussetzungen und die…
Begriff verstehenJahresabschluss in der Krise
Der Jahresabschluss in der Krise steht unter besonderer Beobachtung. Bewertungsfragen, Fortführungsannahme und Hinweise im Anhang können Indizien für Insolvenzreife liefern oder entkräften.
Begriff verstehenJuristische Beratung in der Unternehmenskrise
Juristische Beratung in der Krise bündelt insolvenzrechtliche, gesellschaftsrechtliche und arbeitsrechtliche Themen. Sie schafft Klarheit darüber, welche Optionen realistisch sind und welche Risiken mit Untätigkeit verbunden wären.
Begriff verstehenKapitalerhaltung und Insolvenz
Die Kapitalerhaltungsvorschriften schützen das Gesellschaftsvermögen und damit die Gläubiger. In der Krise sind Ausschüttungen, Entnahmen und verdeckte Gewinnausschüttungen besonders riskant, weil sie später angefochten werden können.
Begriff verstehenKommanditistenhaftung in der Insolvenz
Die Außenhaftung eines Kommanditisten richtet sich unter anderem nach der eingetragenen Haftsumme und der tatsächlich geleisteten Einlage. Eine Rückzahlung kann unter gesetzlichen Voraussetzungen dazu führen, dass die Haftung wieder auflebt.
Begriff verstehenLiquiditätsstatus und Zahlungsunfähigkeit
Der Liquiditätsstatus stellt vorhandene Mittel den fälligen Verbindlichkeiten gegenüber und ist das zentrale Instrument zur Feststellung der Zahlungsunfähigkeit. Er muss realistisch und tagesgenau erstellt werden.
Begriff verstehenLohnansprüche in der Insolvenz
Die Behandlung von Lohnforderungen hängt insbesondere davon ab, für welchen Zeitraum sie entstanden sind und ob ein Anspruch auf Insolvenzgeld besteht. Forderungen vor und nach Verfahrenseröffnung können unterschiedlich einzuordnen sein.
Begriff verstehenMassenentlassungsanzeige
Bei größeren Personalabbaumaßnahmen ist eine Massenentlassungsanzeige bei der Agentur für Arbeit Pflicht. Fehler können zur Unwirksamkeit von Kündigungen führen und das gesamte Sanierungskonzept gefährden.
Begriff verstehenMasseunzulänglichkeit
Masseunzulänglichkeit liegt vor, wenn die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um alle Masseverbindlichkeiten zu bedienen. Der Verwalter muss dies anzeigen und ab diesem Zeitpunkt besonders strikt priorisieren.
Begriff verstehenMasseverbindlichkeit
Masseverbindlichkeiten sind bestimmte, gesetzlich eingeordnete Verpflichtungen der Insolvenzmasse. Sie sind von gewöhnlichen Insolvenzforderungen zu unterscheiden. Entscheidend ist nicht ausschließlich das Rechnungsdatum. Entstehungsgrund, Zeitpunkt und die…
Begriff verstehenNachrangige Insolvenzforderungen
Nachrangige Forderungen werden erst nach allen übrigen Insolvenzgläubigern bedient. Dazu gehören etwa bestimmte Zinsen, Geldstrafen oder Gesellschafterdarlehen unter bestimmten Voraussetzungen.
Begriff verstehenNachtragsverteilung
Nachtragsverteilung bezeichnet die nachträgliche Verteilung von Vermögenswerten, die erst nach Aufhebung des Verfahrens bekannt werden oder realisiert werden können. Das Verfahren wird hierfür teilweise wiederaufgenommen.
Begriff verstehenOperative Sanierungsschritte
Operative Sanierungsschritte betreffen das Tagesgeschäft: Kosten senken, Prozesse verschlanken, Sortimente bereinigen und Strukturen anpassen. Sie entscheiden darüber, ob ein Unternehmen nach der rechtlichen Restrukturierung nachhaltig überlebensfähig ist.
Begriff verstehenOrganhaftung in der Insolvenz
Organhaftung in der Insolvenz umfasst die persönliche Verantwortung von Geschäftsführern, Vorständen und teilweise Aufsichtsräten für Pflichtverletzungen rund um die Krise. Prüfungsfokus sind insbesondere verspätete Anträge, verbotene Zahlungen und Verstöße…
Begriff verstehenPlaninsolvenz und Insolvenzplanverfahren
Das Insolvenzplanverfahren ermöglicht eine maßgeschneiderte Sanierung. Forderungen werden gekürzt, gestundet oder umgewandelt, während der Betrieb fortgeführt wird. Gläubigergruppen stimmen über den Plan ab, der bei Annahme und gerichtlicher Bestätigung für…
Begriff verstehenPre-Pack-Verfahren (vorgeplante Sanierung)
Beim Pre-Pack werden Verkauf oder Sanierung bereits vor Verfahrenseröffnung mit Investoren vorbereitet. Nach Eröffnung kann die Transaktion dann sehr schnell umgesetzt werden, was Werte erhält und Unsicherheit reduziert.
Begriff verstehenQualifizierter Rangrücktritt
Beim qualifizierten Rangrücktritt erklären Gläubiger – oft Gesellschafter –, dass ihre Forderungen im Rang hinter alle anderen Gläubiger zurücktreten. So kann eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn vermieden werden.
Begriff verstehenQuotenvergleich im Insolvenzverfahren
Der Quotenvergleich stellt den wirtschaftlichen Kern jeder Sanierungsentscheidung dar. Er zeigt, welche Befriedigung Gläubiger bei Zerschlagung, Planinsolvenz oder übertragender Sanierung voraussichtlich erhalten.
Begriff verstehenRegelinsolvenzverfahren
Das Regelinsolvenzverfahren ist insbesondere für Unternehmen und aktuell selbstständig tätige natürliche Personen relevant. Bei ehemals Selbstständigen hängt die Abgrenzung zur Verbraucherinsolvenz von den gesetzlichen Voraussetzungen ab, unter anderem von…
Begriff verstehenRestschuldbefreiung
Die Restschuldbefreiung kann natürlichen Personen nach einem gesetzlich geregelten Verfahren einen wirtschaftlichen Neustart ermöglichen. Sie setzt die Erfüllung bestimmter Pflichten voraus und erfasst nicht jede Forderungsart.
Begriff verstehenSanierungsgutachten (IDW S6)
Sanierungsgutachten nach IDW S6 werden häufig von Banken verlangt, um Kreditengagements in der Krise weiterzuführen. Sie prüfen, ob das Geschäftsmodell noch tragfähig ist und welche Maßnahmen nötig sind.
Begriff verstehenSchutzschirmverfahren
Das Schutzschirmverfahren richtet sich an Unternehmen, die noch nicht zahlungsunfähig sind, aber eine Sanierung brauchen. Unter gerichtlichem Schutz kann in begrenzter Zeit ein Insolvenzplan vorbereitet werden.
Begriff verstehenTeilbetriebserwerb aus der Insolvenz
Beim Teilbetriebserwerb werden nur bestimmte Geschäftsbereiche aus der Insolvenz übernommen. So können Investoren gezielt profitable Einheiten erwerben, ohne alle Altlasten zu übernehmen.
Begriff verstehenTreuhandmodell in der Sanierung
Treuhandmodelle dienen dazu, Vermögenswerte geordnet zu halten oder Übergangsphasen zu strukturieren. Marken, Anteile oder Immobilien werden auf einen Treuhänder übertragen, der sie nach klaren Regeln verwaltet.
Begriff verstehenUnpfändbare Gegenstände
Bestimmte Gegenstände sind unpfändbar, etwa einfache Haushaltsmöbel, Kleidung oder Werkzeuge, die für die Berufsausübung benötigt werden. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse.
Begriff verstehenVerfahrenskostenstundung
Kann ein Schuldner die Kosten des Insolvenzverfahrens nicht aufbringen, kann das Gericht eine Verfahrenskostenstundung gewähren. Die Staatskasse übernimmt dann zunächst die Kosten, die später aus der Masse oder gar nicht beglichen werden.
Begriff verstehenVorläufiger Insolvenzverwalter
Der vorläufige Insolvenzverwalter sichert im Eröffnungsverfahren das Vermögen und prüft die wirtschaftliche Lage. Seine Einschätzung beeinflusst maßgeblich, ob Betrieb fortgeführt, verkauft oder geschlossen wird.
Begriff verstehenWarnsignale der Insolvenzreife
Dauerhafte Liquiditätsengpässe, ständige Kontoüberziehungen, Mahnläufe von Lieferanten und ausbleibende Löhne sind typische Warnsignale. Sie deuten darauf hin, dass Zahlungsunfähigkeit droht oder bereits eingetreten ist.
Begriff verstehenWirtschaftliche Neuausrichtung nach der Insolvenz
Nach einer erfolgreichen Sanierung oder Planinsolvenz geht es um den strategischen Neustart. Strukturen, Prozesse und Finanzierung müssen so ausgerichtet werden, dass das Unternehmen dauerhaft stabil bleibt.
Begriff verstehenX-Sale von Unternehmensteilen
„X-Sale“ ist kein etablierter gesetzlicher Begriff des deutschen Insolvenzrechts. Gemeint sein kann der Verkauf eines Unternehmens oder einzelner Betriebsteile. Rechtlich entscheidend ist, welche Vermögensgegenstände, Verträge und Beschäftigungsverhältnisse…
Begriff verstehenX-Szenario-Analyse in der Sanierung
„X-Szenario-Analyse“ ist kein gesetzlich definierter Verfahrensbegriff. Gemeint ist eine Betrachtung unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklungen, etwa Fortführung, Verkauf oder Abwicklung.
Begriff verstehenYield-Orientierung der Gläubiger
Dieser Ausdruck beschreibt eine wirtschaftliche Betrachtung möglicher Rückflüsse an Gläubiger und ist kein eigenständiges gesetzliches Insolvenzverfahren. Gläubiger können unterschiedliche Erwartungen an Quote, Zeitpunkt und Sicherheit einer Zahlung haben.
Begriff verstehenYoung-Debt-Management bei Start-ups in der Krise
„Young-Debt-Management“ ist kein gesetzlich festgelegter Begriff. Bei jungen Unternehmen in der Krise geht es praktisch um Liquiditätsplanung, fällige Verbindlichkeiten, Finanzierung und die Pflichten der Verantwortlichen.
Begriff verstehenZahlungsunfähigkeit
Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Schuldner seine fälligen Verbindlichkeiten nicht mehr im Wesentlichen erfüllen kann. Sie ist der wichtigste Insolvenztatbestand und löst regelmäßig die Antragspflicht aus.
Begriff verstehenZerschlagung des Unternehmens
Bei der Zerschlagung wird der Geschäftsbetrieb eingestellt und Vermögensgegenstände einzeln verwertet. Synergien gehen verloren, häufig sind die Erlöse geringer als bei einer geordneten Fortführung.
Begriff verstehenÜberschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn
Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen die Verbindlichkeiten nicht deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist überwiegend wahrscheinlich. Sie erfordert daher stets eine Fortführungsprognose.
Begriff verstehenWenn aus Orientierung eine konkrete Frage wird
Die Beratung soll zunächst klären, welche Entscheidungen dringend sind und welche Handlungsmöglichkeiten überhaupt geprüft werden können. Sanierung, Insolvenzplan und außergerichtliche Einigung sind keine austauschbaren Standardlösungen. Für Verfahren, in denen Kai Bartelt als Verwalter tätig ist, finden berechtigte Beteiligte Hinweise in unserer Gläubigerinformation. Eine persönliche Beratung in eigener Sache ist davon zu unterscheiden.
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